Richtig Feedback geben

Tipps & Tricks

Mit Feedback wurden wir alle schon konfrontiert. Wir haben Feedback erhalten und haben welches gegeben, ob im beruflichen oder auch im privaten Umfeld.

Ist es dir vielleicht auch schonmal passiert, dass dein geäußertes Feedback nicht umgesetzt wurde? Gegebenenfalls hast du es nicht angemessen formuliert oder durch die Art und Weise wie du es vermittelt hast, ist die andere Person eher gekränkt anstatt motiviert!?

Damit dein Feedback positive Auswirkungen hat, stellen wir dir folgend Tipps und Tricks für effizientes Feedback geben vor.

Das SBI Feedback Modell

Situation-Behavior-Impact

Wenn du Feedback gibst, sollte deine Intention Verbesserung und Weiterentwicklung sein.

Gib konstruktive Kritik, die auch gerechtfertigt ist und versuche nicht im Affekt zu kritisieren. Vor allem negatives Feedback kann auch das genaue Gegenteil bewirken und demotivieren, frustrieren oder verletzen. Auch berechtigte Kritik ist selten angenehm.

Anhand des SBI Modells möchten wir dir eine Anleitung für verständliches Feedback Geben vorstellen. Das SBI Feedback Modell bezieht sich auf die Situation (Situation), das Verhalten (Behavior) und die Wirkung (Impact). 

1. Situation

Zuerst ist es wichtig genau Bezug auf die Situation zu nehmen, zu der du Feedback gibst. Sei dabei spezifisch und vermeide vage Beschreibungen wie „letztens“ oder „in einem Meeting“.

Sag z.B. „Während der Präsentation im Meeting am Dienstagmorgen ist mir aufgefallen, …“.  

2. Verhalten

Danach beschreibst du das exakte Verhalten, auf das du Bezug nimmst.

Beziehe dich auf Dinge, die dir selbst aufgefallen sind (kein Hörensagen) und vermeide Vermutungen oder subjektive Urteile. Hat dein Kollege beispielsweise einige Fehler in die Präsentation eingebaut, dann heißt dies nicht automatisch, dass er zu wenig Arbeit in die Vorbereitung investiert hat. Beschreibe lediglich, wo genau die Fehler lagen. 

„Während der Präsentation im Meeting am Dienstagmorgen ist mir aufgefallen (S), dass du Fehler in die Präsentation eingebracht hast und nicht auf alle Fragen antworten konntest (B-Verhalten) ..."

3. Wirkung

Letztlich erklärst du in subjektiver Form mit Hilfe der Verwendung von „Ich“ oder „Wir“ welche Wirkung das adressierte Verhalten auf dich oder euch als Team hatte. Diskutiert Verbesserungspotenzial – auch bei positivem Feedback.

„Während der Präsentation im Meeting am Dienstagmorgen ist mir aufgefallen (S), dass du Fehler in die Präsentation eingebracht hast und nicht auf alle Fragen antworten konntest (B-Verhalten), dies hatte zur Folge, dass uns der Kunde als Team nicht ernst genommen hat (Wirkung)."

Eine abschließende Frage zu der Intention des Verhaltens gibt dem Feedbacknehmer Raum sich selbst zu behaupten und mögliche Probleme oder Schwierigkeiten offenzulegen. Vielleicht gab es einen Grund für das entsprechende Verhalten? So ist es auch dir möglich die Situation besser einschätzen und verstehen zu können.

Checkliste

.. für dein nächstes Feedbackgespräch.

Grundlegend solltest du beim Feedback geben einen angemessenen Zeitpunkt und eine entspannte Atmosphäre wählen.

Achte auf deine Wortwahl und deine Stimmlage, denn der Ton macht ja bekanntlich die Musik.

Kontrolliere ebenfalls deine Körpersprache und vermeide beispielsweise hochgezogene Augenbrauen, rollende Augen oder eine sehr abweisende verschränkte Haltung.

Formuliere Kritikpunkte so, wie auch du selbst sie annehmen würdest. Dabei ist es hilfreich zu versuchen sich in die andere Person und ihre Situation hineinzuversetzen.

Äußere insgesamt nicht ausschließlich Kritik, sondern lasse auch positive Elemente mit in dein Feedback einfließen.

icon Angemessener Zeitpunkt & entspannte Atmosphäre icon Achte auf deine Wortwahl & Stimmlage icon Kontrolliere deine Körpersprache icon Formuliere Kritikpunkte empathisch icon Benenne auch positive Aspekte

Feedback ist ein Geschenk

Das Beachten dieser Grundregeln kann dazu beitragen, dass Personen Feedback reflektieren und ihr Verhalten verbessern. Außerdem können durch eine gute Feedbackkultur die Offenheit und das Vertrauen gefördert werden und somit die Beziehung zu der Person und auch das gesamte Team gestärkt werden.