Eine Sache ist mir als Recruiter im Laufe der Jahre besonders aufgefallen: Gehalt ist das wichtigste für Bewerber. Je nachdem in welchem Land sie angestellt sind (beim grenzüberschreitenden Arbeiten kann der Arbeitgeber auch in den Niederlanden sein), rechnet jeder Kandidat zunächst einmal das Nettogehalt aus, bevor er sich für eine Vakanz entscheidet.
 
Das ist auch vollkommen legitim. Was viele jedoch vergessen: Auch die sekundären Arbeitsbedingungen haben einen monetären Wert. Darunter fallen zum Beispiel Firmenhandy, Firmenwagen, Reisekostenerstattung, zusätzliche Renteneinzahlungen und ein dreizehntes Gehalt. 
 
Diese sollten Sie bei der Wahl des richtigen Arbeitgebers unbedingt berücksichtigen. Denn nur so ist es letztendlich möglich, die Vorzüge eines möglichen Angestelltenverhältnissees einzuschätzen.

Schauen Sie nicht nur blind aufs Gehalt!

Sekundäre Arbeitsbedingungen einschätzen

Natürlich sollten Sie sich dennoch nicht nur auf die sekundären Arbeitsbedingungen fokussieren. Der Trick ist, einen Mittelweg zu finden und sich selbst zu fragen, welche Zusatzleistungen Ihnen wichtig sind.
 
Während Autoliebhaber vielleicht ohne einen Firmenwagen nicht leben können, brauchen Weltenbummler unbedingt 30 Urlaubstage im Jahr, damit sie entspannt um den Globus fliegen können.
 
Klären Sie diese Dinge für sich bevor Sie in ein Bewerbungsgespräch gehen. Sind Ihnen die gesetzlichen Urlaubstage zu wenig? Dann finden Sie heraus, ob Ihr zukünftiger Arbeitgeber dieses Ausschlusskriterium erfüllt. 
 
Letztendlich liegt es an Ihnen zu entscheiden, ob Ihnen Gehalt oder sekundäre Arbeitsbedingungen wichtiger sind. In jedem Fall sollten Sie aber den kompletten monetären Wert eines Angebots ausrechnen. Das geht ganz einfach indem Sie die jährlichen Ausgaben, die Sie persönlich für diese Dinge hätten, auf das Bruttogehalt rechnen. Auch den Wert von Urlaubstagen können Sie einfach berechnen, indem Sie anhand Ihres Gehalts herausfinden, wie viel ein Arbeitstag Wert ist. 
 
 
Sekundäre Arbeitsbedingungen sind also für manche Menschen zu Recht die ewigen zweiten, während sie für andere viel mehr Wert sind. Firmen nutzen Zusatzleistungen meistens für die Motivation von Mitarbeitern. In jedem Fall sollten Sie den kompletten monetären Wert eines Angebots ermitteln, bevor Sie sich für einen Arbeitgeber entscheiden.