Das Jahr 2019 ist schon fast bis zur Hälfte um. Wenn Sie sich fragen, wo die Zeit geblieben ist, dann sind sie nicht der/die Einzige! Auch in Sachen Recruiting wird es nun Zeit, einmal kurz innezuhalten und die erste Jahreshälfte Revue passieren zu lassen. Welche Recruiting Trends haben sich abgezeichnet bzw. welche erwarten wir noch für den Rest des Jahres?

Die Recruiting Branche hat schon letztes Jahr geboomt: 2018 gab es rund 13.000 Vermittlungen allein in den Niederlanden. Gleichzeitig war die Arbeitslosenquote so niedrig wie noch nie! Die Voraussetzungen für erfolgreiche Rekrutierung sind also super. Jetzt liegt es nur noch bei Ihnen, die richtigen Matches zu finden. 
 
Wir haben für Sie die top 5 Recruiting Trends 2019 laut Geert-Jan Waasdorp aufgelistet. Wenn Sie auch dieses Jahr erfolgreich rekrutieren möchten, sollten Sie sich diesen Artikel nicht entgehen lassen! 

Trend 1: Die Arbeitslosenquote wird stagnieren

In Deutschland gibt es zur Zeit etwa 2,23 Millionen Arbeitslose. 194 Tausend davon sind zwischen 15 und 25 Jahre alt – das perfekte Alter für junge Talente. Zwar ist die Arbeitslosenquote in den letzten Jahren gesunken, doch Experten sind der Meinung, dass die Zahl dieses Jahr stagnieren wird. Sie glauben sogar, dass sie wieder steigen könnte.
 
Das liegt vor allem daran, dass der Arbeitsmarkt so lukrativ wie nie ist. Arbeitslose haben es nicht eilig, einen neuen Job anzunehmen, weil die Auswahl an guten Jobs steigt und Unternehmen immer mehr nach besonderen Talenten suchen. Diese Entwicklung ist perfekt für Recruiter – sie werden immer gefragter, während der Kandidatenpool weiter steigt.

Trend 2: Vermittlungsplattformen nehmen zu

Die Menschen wollen immer flexibler Arbeiten. Das erklärt zum Beispiel, dass die Anzahl an Freelancern und Selbstständigen zunehmend steigt. Dem Trend entsprechend werden immer mehr Vermittlungsplattformen aus dem Boden gestampft.
 
Als Recruiter wird es 2019 zu Ihren Aufgaben gehören, diese Plattformen zu beobachten. Hier können sie gut feststellen, welche Firmen und Berufsgruppen gerade extremen Bedarf an Vermittlungen haben und sich gegebenenfalls einklinken. 

Trend 3: Ein niedriges Recruiting Budget

Zwar suchen Unternehmen immer dringender nach qualifiziertem Personal, doch gleichzeitig wird immer weniger Budget dafür bereitgestellt. Laut Waasdorp geben viele Firmen mehr für Freelancer aus als für die Rekrutierung eigener Mitarbeiter. 
 
Besonders in Branchen, in denen der Arbeitskräftemangel extrem hoch ist, wird das zum Problem. Politik, Gesundheitswesen, Bildung oder Dienstleistungen zum Beispiel – das Budget ist leider viel zu niedrig um alle freien Stellen zu besetzen. Waasdorp vermutet, dass der Punkt sehr bald kommen wird, an denen Firmen kopfschüttelnd feststellen, dass sie einen Fehler begangen haben. Sie werden verstehen, dass Gelder besser bei der Rekrutierung eigener Mitarbeiter aufgehoben sind. An dieser Stelle kommen Sie als Recruiter ins Spiel. Stellen Sie sich auf plötzlich vermehrte Vermittlungsanfragen ein!

Trend 4: Mehr Zielgruppen

Maagdorp weißt zu Recht darauf hin, dass viele Zielgruppen bisher noch gar nicht von Recruiter und Unternehmen erschlossen werden. Schauen wir uns zunächst die offensichtlichen Neuzugänge auf dem Arbeitsmarkt an. Flüchtlinge und Immigranten sind heutzutage aktiv auf Arbeitssuche. 
 
Gleichzeitig gibt es auch viele andere Zielgruppen, wie zum Beispiel Mitarbeiter in Teilzeit, die sich eine Vollzeitstelle wünschen, oder zuvor ungeeignete Kandidaten, die mittlerweile vielleicht perfekt zu bestimmten Stellen in Ihrem Portfolio passen würden.
 
Der Kandidatenpool wächst also auch hier immer weiter und für Sie als Recruiter wird es zu einer wahren Herausforderung, passende Stellen für diese Zielgruppen zu finden. Doch das ist wahrscheinlich genau der Grund, weshalb unser Beruf so spannend ist, nicht wahr? 

Trend 5: Recruitment wird zunehmend messbarer

Die Texte von Stellenausschreibungen erhalten bei Weitem nicht so viel Aufmerksamkeit wie sie verdienen. Unsere Experten sehen diesen Fehler häufig, wenn sie mit Klienten über den derzeitigen Rekrutierungsprozess sprechen. Und das obwohl der richtige Text einen riesigen Unterschied machen kann.
 
Studien haben ergeben, dass eine professionelle Stellenausschreibung bis zu 3,5 Mal mehr Bewerber anlockt! Eine beeindruckende Statistik oder? Damit wird Recruiting zum Teil messbar gemacht.
 
Laut Waasdorp werden die Daten rund um den Arbeitsmarkt und Recruitment immer weiter steigen, da sie in nachvollziehbaren Darstellungen brauchbarer für Recruiter werden. Wollen Recruiter ihre Prozesse effektiver gestalten, sollten sie ihre Arbeitsweise messbar machen und Ergebnisse regelmäßig kontrollieren!
 

Das waren sie, die 5 Recruiting Trends 2019. Wir hoffen, dass Sie für Ihren Recruiting Prozess ein paar umsetzbare Tipps mitnehmen konnten. Falls Sie einige davon gerne mit uns besprechen möchten, kontaktieren Sie uns jederzeit!